Fabrizio Clerici wurde 1913 in Mailand geboren. 1943 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Kunstgalerie Cairola in Mailand, wo er Zeichnungen, Aquarelle, Lithografien und Radierungen zeigte. 1947 versuchte er sich als Bühnenbildner und beteiligte sich an einer Ausstattung des Stücks „Frau Warrens Beruf“ von George Bernard Shaw. Dieses Experiment war der Beginn einer langjährigen Karriere in den Bereichen Theater, Ballett und Oper. 1947 traf er erstmals auf Lucio Fontana, mit dem er an einem Architekturprojekt arbeitete. 1948 stellte er seine Arbeiten zum ersten Mal bei der Biennale von Venedig aus, wo er Salvador Dalí kennenlernte. Gegen Ende des Jahrzehnts illustrierte Clerici seine ersten Bücher, darunter „Bestiario“ von Leoncillo Leonardi und „Mattia Pascal“ von Pirandello.
Ende der 1940er-Jahre stellte Clerici seine Arbeiten im Museum of Modern Art (MoMA) in New York und am Carnegie Institute in Pittsburgh aus. Im Jahr 1956 war er erneut auf der Biennale von Venedig vertreten. Die Anerkennung für Clericis Werk erreichte in den 1980er- und 1990er-Jahren ihren Höhepunkt, vor allem durch Retrospektiven in der Stadtgalerie für moderne Kunst im Palazzo dei Diamanti in Ferrara (1983), im Palazzo Reale in Caserta (1987) und in der Nationalgalerie für moderne und zeitgenössische Kunst in Rom, wo der Künstler 1993 verstarb.