Jim Avignon (*1968), Maler, Musiker und Konzeptkünstler, ist einer der erfolgreichsten deutschen Pop-Art-Künstler: Zur Wiedereröffnung des Berliner Olympiastadions 2004 hat er ein 2.800 qm großes Bild gemalt, das von 132 Sportlern ins Stadion getragen wurde. Im Oktober 2013 übermalte Avignon in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion sein eigenes, unter Denkmalschutz stehendes Mauerbild von 1991. Zur Kasseler documenta X steuerte er, auf eigene Kappe, eine kritische Performance bei: Er malte täglich ein Bild, das er nach Vollendung sofort zerstörte. Avignon nutzt die populäre, an Comic-Figuren angelehnte Bildsprache, um kritisch auf Gegenwartsprobleme wie Bestechung und Korruption oder den Mangel an wirklicher Kommunikation in der sogenannten Informationsgesellschaft hinzuweisen.